Studienergebnisse zur Milch

Das Max Rubner-Institut (MRI) in Karlsruhe hat im Jahr 2013 eine Konferenz einberufen, um die gesundheitlichen Aspekte von Milch und Milchprodukten zu diskutieren. Zusammengefasst hier die Ergebnisse:

  • Die Zusammenstzung der Fettsäuren in der Milch lässt sich über die Fütterung beeinflussen.
  • Die Zusammensetzung der Proteine in der Milch, insbesondere der Molkenproteine werden stärker durch die Umgebungs- und Fütterungseinflüsse modifiziert als die Kaseinfraktionen.
  • Kuhmilch einhält ein weites Spekturm an Steroidhormonen, die bei Untersuchungen nachgewiesen werden können, allerdings in keinem Fall die zulässige Höchstmenge überschritten.
  • Zu den gesundheitlichen Wirkungen von Milch und Milchprodukten bei Krebserkrankungen:

    1. Ein erhöhter Verzehr von Milch und Milchprodukten geht mit einem leicht verringerten Risiko für Dickdarmkrebs einher.
    2. Brustkrebs tritt seltener auf, wenn vermehrt Milchprodukte konsumiert werden.
    3. Bei Prostatakrebs gilt, dass ein hoher Milchverzehr von täglich mehr als einem Liter vermutlich das Risiko erhöht.

  • Zur Bedeutung von Milch und Milchprodukten für die Körperzusammensetzung:

    1. Der Verzehr von Milchprotein im Vergleich zu anderen Proteinen ist besonders effektiv für den Aufbau vom Muskelmasse.
    2. Der gezielte Milchverzehr führte zu einer stärkeren Reduktion der Körperfettmasse.
    3. Ein höherer Proteinverzehr zusammen mit Calcium in der Nahrung fördert die Knochengesundheit, vorausgesetzt dass ausreichen Vitamin D-Status zugeführt wird. Dabei waren Milch und Milchprodukte bzw. Milchproteine effektiver als Proteine aus anderen Quellen.

  • Zu weiteren Wirkungen des Milchverzehrs:

    1. Es gibt die Hypothese, dass Milch unter anderem über eine Beeinflussung dieses Proteinkomplexes zur Entstehung verschiedener Erkrankungen beiträgt. Allerdings konnte diese Hypothese bis jetzt nicht beim Menschen bestätigt werden.
    2. Der Milchverzehr stimuliert unbestritten das Längenwachstum. Eine hohe Proteinzufuhr in der frühen Kindheit beschleunigt das Wachstum in dieser Lebensphase, geht jedoch mit einem höheren Risiko von Übergewicht später in der Kindheit einher.